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Unverantwortlich, gar unmoralisch? Der Streit um die Ethik im Denkmalschutz

Die Anforderungen an Restauratoren sind in den letzten vier Jahrzehnten enorm gewachsen. Sie müssen heute das Denkmal nicht nur in seinem Wert erhalten. Sie müssen es zugleich so ertüchtigen, dass der Brandschutz gewährleistet ist, dass es auch für Behinderte gut erreichbar ist, dass Energieeinsparauflagen erfüllt werden - und sie müssen den unauffälligen Einbau neuer Kommunikationssysteme möglich machen. Rund 80.000 qualifizierte Handwerker wären dazu notwendig, doch nur ein Bruchteil davon steht zur Verfügung. Und viele von ihnen verfügen nicht über das notwendige Werkzeug. Dazu kommt, dass Denkmalschutzbehörden personell und finanziell ausgedünnt werden und die Gesetzgebung in Deutschland unübersichtlich ist. Deshalb, so Kenner der Szene, sind bereits „irreversible Schäden" entstanden, sodass die Frage im Raum steht: „Was ist unverantwortlich, gar unmoralisch?"

Es diskutieren:

Dr. Bernd Euler-Rolle - Fachdirektor des Bundesdenkmalamtes Wien

Dr. Dörthe Jakobs - Dipl. Restauratorin, Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Hermann Klos - Restaurator in Rottweil, Vizepräsident des Vereins „Restaurator im Handwerk“

Gesprächsleitung: Reinhard Hübsch

Hier der Link zum Nachhören

 

Bundesweites Stipendienprogramm "Restaurator im Handwerk"

Der historische Baubestand in Deutschland ist ein einzigartiges kulturelles Erbe und auch ein immenses wirtschaftliches Kapital. Zu seiner Pflege und Erhaltung leistet das Handwerk einen bedeutenden Beitrag. Doch der fach- und sachgerechte Umgang mit denkmalgeschützten Bauten erfordert besondere Fertigkeiten und Kenntnisse, die angesichts der rasanten Veränderungen im modernen Baugeschehen oft weder in der beruflichen Ausbildung noch in den Meisterlehrgängen vermittelt werden oder sogar gänzlich verlorenzugehen drohen.

Das bundesweite Stipendienprogramm zur beruflichen Weiterbildung zum "Restaurator/in im Handwerk" und "Fachhandwerker/in für Restaurierungsarbeiten", welches von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ins Leben gerufen wurde, soll Handwerkern die Chancen geben, dieses besondere Arbeitsfeld in der Denkmalpflege zu erschließen und ihnen berufsbegleitend die Kompetenzen im Umgang mit historischen Materialien und Techniken sowie die Kenntnisse moderner denkmalgeeigneter Methoden zu vermitteln

Die Stipendien, die mit jeweils 3000,- € dotiert sind, ermöglichen den Besuch entsprechender  Lehrgänge an anerkannten denkmalpflegerischen Bildungszentren in Deutschland. Die Auswahl der Bewerber erfolgt durch eine Fachjury.

Weitere Informationen hier

Weiterbildung zum /zur Gestalter/in für Lehmputze (HWK) 2017 an der Europäischen Bildungsstätte für Lehmbau

Seit über 10 Jahren erfolgreich

Seit 10 Jahren bietet die Europäische Bildungsstätte für Lehmbau in Wangelin die Weiterbildung Gestalter/in für Lehmputze erfolgreich an. Handwerker und Handwerkerinnen aus unterschiedlichen Bereichen, die sich neu orientieren wollen, erfahrene Ökobaufachleute, die noch keine anerkannten Abschluss vorweisen konnten, Menschen, die sich beruflich verändern wollen, eröffnen sich hier neue berufliche Perspektiven im ökologischen Bauen.

Eine Chance für einen nachhaltigen Beruf im Sektor Lehmbau/Lehmputze

Die Qualifikation Gestalter/-in für Lehmputze eröffnet Handwerkern und Handwerkerinnen aus den Bereichen: Maurer/in, Zimmerer/in, Putzer/in, Maler/in, Raumgestalter/in sowie Quereinsteiger/innen neue berufliche Perspektiven in dem zukunftsträchtigen Geschäftsfeld „Gestalten mit Lehmputzen“.
Die Weiterbildung umfasst 196 Unterrichtsstunden, die in drei Teilen angeboten werden.

  • Teil I – Grundlagen – befähigt Lehmputzmörtel als Baustellenmörtel und aus Produkten herzustellen, Untergründe zu bewerten, Lehmputze aufzubringen und die Putzober-flächen zu behandeln und zu pflegen.
  • Teil II – Gestaltung – befähigt Innenräume mit Lehmfeinputzen und Lehmdünnlagen- beschichtungen durch Strukturieren, Glätten, Farbgebung zu gestalten und Schmuckelemente aus Lehm zu entwerfen und herzustellen
  • Teil III – Marketing - befähigt zu kalkulieren und eigene Marketingstrategien zu entwickeln

Termine 2017

Teil I: 02. – 06. Mai, 11. – 17. Mai, Prüfung: 18./19. Mai 2017
Teil II: 04. – 08. Sept., 11. – 15. Sept., 18.+ 19. Sept., Prüfung: 20. Sept. 2017
Teil III: 08. – 10. Mai, Prüfung: 19. Mai 2017

Eine grundsolide und produktunabhängige Weiterbildung

Auch wenn Lehmputzarbeiten sich nicht grundsätzlich von konventionellen Putzarbeiten unter-scheiden, ist ein Grundverständnis des Materials Lehms Voraussetzung für eine gute Ausfüh-rung. Detaillösungen wie Anschlüsse und Eckausbildungen sind zu beachten. Die Lernergebnisse sind nach den Vorgaben des europäischen Qualifikationsrahmens in Zusammenarbeit mit Lehmbau-Spezialist*innen aus vielen europäischen Ländern definiert.


Dozenten*innen vermitteln ihr Spezialwissen mit experimentellen Lehrmethoden

Irmela Fromme und Burkard Rüger haben die Weiterbildung gemeinsam mit europäischen Fachkräften aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt. Burkard Rüger hat auch die Weiterbildung Fachkraft Strohballenbau konzipiert. Irmela Fromme, Autorin des Buches Lehm- und Kalkputze, ist Spezialistin für Lehm- und Feinputze mit über 25-jähriger Praxis. Sie hat beim Experimentieren und Erforschen des Baustoffes Lehm vergessene Techniken wiederentdeckt sowie eigene Methoden entwickelt und verfeinert.
Die angewandte Unterrichtsmethodik baut auf experimentellem und entdeckendem Lernen. Gelernt wird in Kleingruppen. Praktische Arbeitsgänge werden durch theoretische Erläuterungen ergänzt.

Anerkannter beruflicher Abschluss im Lehmbau mit der HWK Schwerin

Der Lehrgang Gestalter/in für Lehmputze bereitet auf die dreiteilige Prüfung durch die HWK Schwerin vor, die jeweils am Ende jedes Lehrgangsteils angeboten wird. Der erfolgreiche Abschluss ist der Einstieg zur Führung eines Unternehmens im dem Sektor Lehmputze.
Quereinsteiger*innen im ökologischen Handwerk bietet die Weiterbildung Gestalter/in für Lehmputze solide Fertigkeiten und Kompetenzen als auch einen anerkannten Abschluss, der neue Berufsmöglichkeiten oder auch die Möglichkeit zur Gründung eines eigenen Unternehmens eröffnet.


Voraussetzungen und Vorbereitung

Voraussetzung für die Teilnahme an der Weiterbildung ist ein Abschluss in einem einschlägigen Handwerksberuf oder Studium bzw. vergleichbare praktische Erfahrungen auf der Baustelle.
Sie können sich auch individuell für den Lehrgang vorbereiten, wenn sie vorab den Lehrgangsordner oder die CD zum Lehrgang erwerben.


Anmeldung und Auskunft

Dorothee Weckmüller Europäische Bildungsstätte für Lehmbau / FAL e.V. Dorfstr. 26 19395 Ganzlin / OT Wangelin Tel.: 038737 338970 www.earthbuilding.eu, d.weckmueller@lernpunktlehm.de

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