Landesgruppe Nordrhein-Westfalen


Aktivitäten

Carolina Aachen

Die Aula Carolina liegt im Zentrum der Stadt Aachen.
Im 13. Jahrhundert wurde sie das erste Mal erwähnt.
1663 war der große Brand von Aachen
1656 wurde das uns heute bekannte Gebäude gebaut
1802 die Klosteranlage wurde in der französischen Besatzungszeit von
1794 – 1814 per Konsulatsbeschluss geschlossen
1804 – 1903 war es ein Schulgebäude, das „Königliches Gymnasium zu Aachen,
das später umbenannt wurde zum „Kaiser-Karl-Gymnasium
Im 2. Weltkrieg wurde die Aula massiv zerstört. 1980 vollständig nach altem Vorbild aufgebaut. Grundfläche 570 m².
Die Aula wird heute für Veranstaltungen, klassische Konzerte, Empfänge, Vorträge, Lesungen und Ausstellungen genutzt. Jedes Jahr am 1. September wir in dem Gebäude der Aachener Friedenspreis vergeben.

Veranstaltung „Werte 2015“ Alte Handwerkstradition am 25. und 26.10.2015

Das Handwerk bildet die Grundlage unserer Denkmallandschaft.

Traditionelles Handwerk – Gewerke der Stein und Holzbearbeitung, Metallurgie, Töpferei, Ton und Lehmtechnik sind jahrtausend alte Techniken. Ihre Kraft in Zeiten religiöser und politischer Umbrüche zeigen Wege zur Ausgeglichenheit. Das Werk, was geschaffen, was wir sehen, ist ein Faktor, der uns befriedigt und berührt.

Mit ihrem sakralen Charakter ist die Aula Carolina prädestiniert für die Ausstellung alter zu erhaltender Handwerkstechniken.

Die Restauratoren im Handwerk e.V. der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen
wurden von Frau Thiering und Herrn Gradert vertreten.

Frau Theresa Thiering, Restauratorin im Gold- und Silberschmiedehandwerk lockte mit dem Ausstellen ihrer selbst gefertigten Schmuckstücke sowie der Demonstration des Ziselierens einer Silberplatte zahlreiche Besucher an.

Interessierten Gästen standen die Fachzeitschriften „Restaurator im Handwerk“, Firmenverzeichnisse der Landesgruppen und Fachbücher zur Verfügung.

Es waren nicht ausschließlich Fachleute wie Architekten und Handwerker unter den Besuchern, sondern auch Personen mit Interesse an alten Handwerkstraditionen.

Handwerksbetriebe, die z.B. Lehmputzarbeiten ausführen, waren bei den Fachleuten stark
nachgefragt.

Es konnten viele Fragen beantwortet werden.

Die Präsenz der Restauratoren im Handwerk wie z.B. auf der „Werte 2015“ in Aachen, ist wichtig

Zu Fragen und zum Erhalt in der Denkmalpflege müssen wir Restauratoren im Handwerk der erste Ansprechpartner sein.

Wir müssen auf Fachmessen, an Fachhochschulen und Universitäten, die sich mit dem Bauwesen beschäftigen, präsent sein.


©Ursula Hoffmann


©Ursula Hoffmann


©Ursula Hoffmann

Thema am 11. September 2016: Gemeinsam Denkmale erhalten

Der Tag des offenen Denkmals am 11. September 2016 steht ganz im Zeichen des gemeinschaftlichen Handelns. Das Motto ist hochaktuell. Es lehnt sich an den Vorschlag des Europarats an, die European Heritage Days 2016, deren deutscher Beitrag der Tag des offenen Denkmals ist, unter das Motto "Heritage and Communities" zu stellen.

Der Tag des offenen Denkmals ist geradezu ein Paradebeispiel dafür, wie es gelingen kann, diese Kräfte zu vereinen und zu einem großartigen Erfolg für die Wahrnehmung und Anerkennung der engagierten Arbeit Vieler für den Denkmalschutz und die Denkmalpflege zu machen.
Die überwiegende Mehrzahl der am Denkmaltag geöffneten Bauten und Stätten stehen für einen gemeinschaftlichen Erfolg, den Sie als Veranstalter bereits jetzt Jahr für Jahr präsentieren. Denn ohne das Zusammenspiel von Vereinen, Initiativen, Eigentümern, Gemeinden, amtlicher Denkmalpflege, diverser anderer Planungspartner in den Kommunen und Fachleuten wie Architekten, Restauratoren oder qualifizierten Handwerkern werden Denkmale nur selten erhalten.

Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Veranstaltung am Tag des offenen Denkmals für "Ihr" Denkmal so gestalten, dass sich Ihren Besuchern erschließt, wie ein solches Zusammenspiel gut gelingen kann. Das Motto "Gemeinsam Denkmale erhalten" soll Ihnen alle Türen öffnen, Ihren Besuchern Ihre Begeisterung zu vermitteln. Es darf gern genutzt werden, um Mitstreiter zu gewinnen, Partnern zu danken, Erreichtes zu feiern, neue Ideen auszutauschen und sich gegenseitig zu motivieren.

Viele von Ihnen, gleich in welcher Position Sie sich für Denkmalschutz und Denkmalpflege engagieren, wissen ein Lied davon zu singen, dass es diverse Hürden und Hindernisse zu überwinden gilt, bevor ein Denkmal wirklich gerettet und beispielsweise einer neuen Nutzung zugeführt werden kann.

"Gemeinsam Denkmale erhalten" bedeutet, sich bewusst zu machen, wer einen in dem Anliegen unterstützen kann, historische Bauten zu erhalten. Allianzen müssen gebildet, Potenziale erkannt werden. Wichtige Fragen sind zu klären: Wer hat ebenfalls ein Interesse an der Erhaltung von Denkmalen und kann mich unterstützen? Wer schafft wie Öffentlichkeit? Wer kann kofinanzieren, Arbeitskraft oder Sachmittel bereitstellen? Wer verfügt über fachliches Know-how? Welche Behörden sind in die Planungen mit einzubeziehen? Welchen Handlungsspielraum haben diese Behörden?

Das alles ist nicht unbedingt einfach und manchmal kämpft man vergebens. Auch von diesen Erlebnissen dürfen Sie gern berichten, selbstverständlich ohne andere zu diffamieren. Die Erfahrung, dass nicht überall jedes historische Gebäude unter allen Umständen erhalten werden kann, kann auf den Einzelnen sehr ernüchternd wirken und die Gründe dafür sind komplex.

 

2. Treffen der Landesgruppe RiH- NRW am 29. August 2015 in Duisburg

Das Treffen fand in der alten Gleiswaage des Stahlwerkes Landschaftspark Nord statt.
Rainer Hocky eröffnete es um 10:00 Uhr und informierte uns über die Geschichte des Stahlwerkes und Duisburg. Die Leitung der Gesprächsrunde übernahm Dieter Lebau.

Es folgte die übliche Vorstellung der Teilnehmer und wir begrüßten Theresa Thiering,  (Goldschmiedin) als neues Mitglied.

Unter Punkt 2. Ich suche - Ich biete wurde erneut herausgestellt das die Vernetzung unter den Mitgliedern ein sehr wichtiger Punkt ist. Dieter Lebau erklärte, dass er sich intensiv mit der VOB auseinander setzt und bietet Mitgliedern Hilfe beim Umgang mit derselben an.

Unter Punkt 3. Zeitschrift weist Marianne darauf hin, das Herr Leonhard wesentlich mehr Berichte von Mitgliedern über Projekt braucht, unabhängig vom geplanten Themenschwerpunkt der Zeitung. Es wird nochmals darauf hingewiesen das die Zeitung das herausragende Merkmal unseres Vereines ist, von allen von mit der Denkmalpflege Betrauten angefordert wird und somit für jedes Mitglied als Werbeträger wertvoll ist. Mehrere Mitglieder sagten Berichte zu und Marianne will uns alle konsequent daran erinnern.

Punkt 4. Die Ausstellung Werte 2015 in Aachen fällt mit unserem Jahrestreffen in Rottweil zusammen.  Das Konzept der Ausstellung erscheint uns nicht befriedigend, da der Veranstalter Herr Büscher, ein überwiegend eigenes finanzielles Interesse hat. Es wird überlegt, dass ein Tisch mit Werbung unseres Verbandes ausreicht. Theresa Thiering erklärt sich bereit den Tisch zu betreuen, wenn Sie noch von einem Mitglied unterstützt wird.

Punkt 5. Verschiedenes:
Marianne informiert über die anstehende Wahl in Rottweil, es gibt einen Wechsel im Vorstand. Melanie Reuter und Heike Notz hören auf, Arnold Deininger scheidet aus Altersgründen aus.

Es folgt eine Diskussion über das Mitgliederverzeichnis, ein Vorschlag ist das das Verzeichnis nicht mehr bundesweit gedruckt wird, da es nie aktuell sein kann. Dies könnten die Landesgruppen besser lenken.

Das Treffen endete gegen 12:30 Uhr, im Anschluss folgte ein Mittagessen, ein Teil der Mitglieder nahm an einer Führung durch das beeindruckende Stahlwerk teil.

 

1. Treffen der Landesgruppe RiH NRW2015

Am 07.02.2015 im Heimathaus in Stemwede Wehdem
Zum ersten Treffen der Landesgruppe NRW der Restauratoren im Handwerk fanden sich erfreulicherweise 13 Mitglieder und 4 Gäste im winterlichen Norden des Mühlenkreises Minden Lübbecke ein.

Nach einer Begrüßung durch den ehrenamtlichen Leiter des Heimathauses Wehdem, Herrn Fritz Möller und den gastgebenden Betrieb, die Firma Westruper Holzbau vertreten durch den Geschäftsführer Ingo Wehmeyer erläuterte uns Herr Wehmeyer kurz den Werdegang seiner Firma.

Danach hielt Dieter Lebeau einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Veranstaltungen, wobei ein Schwerpunkt hier die Messe Denkmal 2014 in Leipzig war. Eigentlich eine Pflichtveranstaltung für alle Restauratoren.

Nach der obligatorischen Vorstellungsrunde, mit einigen neuen Gesichtern, die sich als Gäste einen Einblick in unsere Arbeit verschaffen wollten, wurde das Protokoll des letzten Landesgruppentreffens besprochen.

Anschließend berichtetet Dieter Lebeau, unterstützt durch Marianne van der Hoek von der Jahreshauptversammlung RiH in Leipzig. Die dort getroffenen Entscheidungen bezüglich Beitragsanpassung und Bonuspaketen für Neumitglieder wurden der Landesgruppe zur Kenntnis gegeben. Lebhaft diskutiert wurde der Antrag von Sebastian Rost, die Beitragshöhe an Umsätze oder Mitarbeiterzahlen zu koppeln. Hier wurde aber keine Entscheidung getroffen, wir wollen bei der nächsten Versammlung noch einmal in dieses Thema einsteigen.

Unter dem Punkt Verschiedenes gab es noch einmal einen Rückblick auf die Veranstaltung Werte 2014 in Hamm, weitere Veranstaltungen dieser Art sollten von den Landesgruppen wahrgenommen werden um den Restaurator im Handwerk einer noch größeren Öffentlichkeit vorzustellen und bekannt zu machen. Hierbei werden die Landesgruppen auch finanziell vom Bundeverband unterstützt.

Als eine der nächsten Aufgaben sollte auch unser Mitgliederverzeichniss RiH NRW wieder aktualisiert werden.

Weitere Anregungen für unsere Zeitschrift: Restaurator im Handwerk werden gerne angenommen, unsere Zeitung lebt von unseren Beiträgen.

Nach dem offiziellen Teil ließen sich dann zwei Kollegen medial über die Schulter blicken, Ralf Deerberg hielt ein Fachgespräch über die Restaurierung einer Kirchenausstattung aus dem 17. Jh.
Als Teil einer Arbeitsgemeinschaft mit einer Diplomrestauratorin und einem freien Restaurator veranschaulichte Kollege Deerberg die erforderlichen Arbeitsschritte und auftretenden Probleme bei der Konservierung der sakralen Einrichtungen der evangelischen Kirche von Eisbergen.

Gerd Wehmeyer und Jochen Röhling von der Firma Westruper Holzbau zeigten ihre Arbeiten direkt im Tagungsraum. In diesem tranzloziertem Fachwerkhaus traten durch Fehlentscheidungen des damaligen baubegleitenden Architekten schon nach wenigen Jahren gravierende Mängel auf, die eine Grundsanierung des Westgiebels unumgänglich machten. Wieder ein Beispiel dafür wie mit falschen Materialien und wenig Sachverstand ein Haus zugrunde gerichtet werden kann, und ein Beweis dafür wie bitter notwendig eine fundierte Ausbildung in der Denkmalpflege ist.

Nach einem typisch westfälischen Mittagessen, Grünkohl mit Pinkel ging es zurück ins Heimathaus. Hier führte uns Fritz Möller mit Anekdoten aus alten Zeiten durch das von Ihm betreute Heimathaus. Die Besonderheiten der verschiedenen Trachten brachte er uns in humorvoller Weise genauso nahe wie das Leben in bäuerlicher Umgebung, manchmal gab es auch einen Witz auf Plattdeutsch mit hochdeutscher Übersetzung für die Auswärtigen.

Ein Fototermin mit der heimischen Presse, vor dem vorbildlich sanierten Westgiebel, war dann der Schlusspunkt der Veranstaltung.